| Association for the Monetary Union of Europe (AMUE) <text> | |
|---|---|
| [[Bild:<datei>|center]] | |
| Rechtsform | <text> |
| Tätigkeitsbereich | Lobbying für die Europäische Währungsunion |
| Gründungsdatum | 1987–2002 |
| Hauptsitz | Paris |
| Lobbybüro | |
| Lobbybüro EU | <text> |
| Webadresse | [<url>] |
Die Association for the Monetary Union of Europe (AMUE) war ein transnationale Lobbyorganisation der führenden europäischen Unternehmen und Banken (und anderen Finanzdienstleistern). Die AMUE hatte ca. 400 Mitglieder und arbeitete 15 Jahre lang für das alleinige Ziel einer erfolgreichen Verwirklichung der Europäischen Währungsunion (EWU). Im Verlauf der Währungsintegration agierte sie auf verschiedenen Ebenen und Akteuren, mit unterschiedlichen Etappenzielen sowie unterschiedlichen Strategien der Einflussnahme. Ihr Augenmerk richtete sie auf die Zusammenarbeit mit europäischen Institutionen und europäischen Unternehmen. Sie unterhielt enge offizielle und inoffizielle zu anderen Wirtschaftsverbänden wie dem European Round Table of Industrialists (ERT) und zur Europäischen Kommission sowie zu Beamten und Ministerien der Mitgliedsstaaten. Zum ERT und zur Europäischen Kommission bestanden des Weiteren personelle Verpflechtungen. Ziel war es die Diskussionen um eine Europäischen Währungsunion anzuführen um erster Anprechpartner für Expertise von Politik und Medien zu sein, und um die konkrete Ausgestaltung der EWU Großunternehmens- und Bankenfreundlich mitzugestalten. Das übergeordnete Ziel war immer die bereits begonnene europäischen Währungsintegration mit einer europäischen Gemeinschaftswährung abzuschließen. Der Einfluss sollte durch eine gezielte Strukturierung des politischen Umfeldes erreicht werden, welcher zur Neudefinition und -bewertung von Politikoptionen beiträgt. Als praktische maßgebliche Lobbyerfolge der AMUE gelten die Festlegung einer "single currency" gegenüber einer damals diskutierten "common currency" in der Ausgestaltung der EWU sowie die Festlegungs eines verbindlichen Starttermins und Zeitplan der EWU im Vertrag von Maastricht. [1]
Kurzdarstellung und Geschichte
Gründung, Gründer, Motive, lobbyrelevante Veränderungen
Organisationsstruktur und Personal
Mitglieder, Mitgliederorganisationen (Verbände)
Organisationsstruktur, Rechtsform, zentrale Entscheidungsgremien, Sitz und Lobbybüros der Organisation
wichtige Personen (aktuell und ehemalig), z.B. Präsidium oder Cheflobbyisten (in Berlin/Brüssel)
Verbindungen
Von Beginn an war sie als Partner bei der EU-Kommission und den Finanzministerien der Mitgliedsstaaten sehr angesehen und es fand ein reger Austausch in der Vorbereitung der Verträge zur EWU statt. Dazu Étienne Davignon (ehemaliges Vorstandsmitglied der AMUE und ehemaliger EU-Kommissions Vize-Präsident sowie u.a. EU-Kommissar für Binnenmarkt sowie Industrie): „What is significant is that we were always considered as very useful by the Commission. And also by the various member states, all of which have now set up technical groups dealing with this type of problem. They always ask representatives of the AMUE to be there.“ Die AMUE war mit drei Vertretern (von ingesamt zwölf) auch in der Expertengruppe der EU Kommission zur Einführung des Euros als Gemeinschaftswährung repräsentiert - Verbraucherorganisationen waren dagegen nur mit einem Repräsentanten vertreten.[2]
Finanzen
Die AMUE hatte ein jährliches Budet von etwa einer Million Euro. Jedoch steuerten die Mitgliedsunternehmen zusätzliche Ressourcen, wie etwa die Bereitstellung von Infrastruktur, Übernahme von Reisekosten, Kommunikationsausgaben etc. bei.[3]
Lobbystrategien und Einfluss
Ziele, Interessen, Ausrichtung (national vs. europ/internat.), Politkfelder erkennbare Konstanten, Einflussstrategien Abschätzung des Einflusses, Wichtigkeit des Akteurs
Fallstudien und Kritik
genauere Recherchen zu einzelnen Lobbyprojekten, Kampagnen
Weiterführende Informationen
Einzelnachweise
- ↑ Daniela Schwarzer und Stefan Collignon: Unternehmen und Banken auf dem Weg zur Währungsunion: Die "Association for the Monetary Union of Europe" als Motor eines Transnationalen Konsenses In: R. Eising/B. Kohler-Koch (Hrsg.): Interessenpolitik in Europa 2005, S. 203-227.
- ↑ Corporate Europe Observatory 2003: Europe Inc. Regional & Global Restructuring & the Rise of Corporate Power S. 51f.
- ↑ Daniela Schwarzer und Stefan Collignon: Unternehmen und Banken auf dem Weg zur Währungsunion: Die "Association for the Monetary Union of Europe" als Motor eines Transnationalen Konsenses In: R. Eising/B. Kohler-Koch (Hrsg.): Interessenpolitik in Europa 2005, S. 203-227.