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*2000 - 2001: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundestagsbüro von Ilse Aigner MdB, Berlin | |||
*2001 – 2002: Pressesprecherin der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus Berliner | |||
*2002 – 2018: Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in verschiedenen Funktionen, u. a. Leiterin der Abteilung Arbeitsmarkt (2012-2018), Leiterin der Abteilung Planung, Koordination, Grundsatzfragen (2005-2012) und Leiterin des Büros des Präsidenten und des Hauptgeschäftsführers (2004-2007) | |||
*2018 - 2020: Leiterin der Abteilung Arbeit und Qualifizierung im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS) | |||
*2020 – 2026: Mitglied der Hauptgeschäftsführung der BDA | |||
==Organisationsstruktur und Personal== | ==Organisationsstruktur und Personal== | ||
Version vom 30. Oktober 2026, 12:58 Uhr
| Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) | |
|---|---|
![]() | |
| Rechtsform | eingetragener Verein |
| Tätigkeitsbereich | Interessenvertretung der deutschen Arbeitgeber |
| Gründungsdatum | <text> |
| Hauptsitz | Breite Straße 29, 10178 Berlin |
| Lobbybüro | |
| Lobbybüro EU | <text> |
| Webadresse | www.bda-online.de |
Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) ist eine mächtige Interessenvertretung deutscher Unternehmen, vor allem auf dem Gebiet der Sozialpolitik.
Lobbystrategien und Einfluss
Grundausrichtung
Auf ihrer Website erklärt die BDA, sie vertrete die Anliegen ihrer Mitgliedsverbände und der in ihnen organisierten Unternehmen. Die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts Deutschland stehe im Zentrum ihrer Arbeit als Interessensverband der Arbeitgeber:innen.[1] Die BDA sei die ,,Stimme der Sozialen Marktwirtschaft“ mit dem Anspruch als ,,Sozialpartner Arbeitgeber [...] die Arbeitswelt der Zukunft“ zu gestalten.[2] Die BDA setze sich für Maßnahmen ein, die ,,Innovationen und Investitionen“ von Unternehmen vorantreiben und Arbeits- und Ausbildungsplätze schaffen würden. Unternehmerinnen und Unternehmer leisteten anhand dieses Engagements einen wesentlichen Beitrag zur Sozialen Marktwirtschaft, Demokratie, Sicherheit und gesellschaftlichem Wandel.,,Starke Arbeitgeberverbände“ würden die im Grundgesetz verankerte Sozialpartnerschaft und ,,faire Arbeitsbedingungen“ gewährleisten. Dazu gehöre der Einsatz für ,,moderne und flexible Tarifverträge, ein anpassungsfähiges Arbeitsrecht sowie die engagierte Mitarbeit in der Sozialen Selbstverwaltung“.[3]
In ihrer Grundausrichtung rekurriert die BDA auf den Begriff der Sozialen Marktwirtschaft mit dem sie im Kern Forderungen verknüpft, die in Deutschland traditionell mit der Wirtschaftstheorie des Ordoliberalismus verknüpft sind und sich auf den wirtschaftlichen Erfolg der deutschen Nachkriegszeit beziehen. Die Politikwissenschaftler Thomas Biebricher und Ralf Ptak erläutern dazu in ihrem Buch ,,Soziale Marktwirtschaft“ – der Kern der Sozialen Marktwirtschaft sei ein Staat der sich auf die Rahmensetzung der Akteure beschränken solle und auf eine Einmischung in den Wirtschaftsprozess verzichte. Die ideologisch geformte Gleichsetzung von Ordnungspolitik und wirtschaftlichem Aufschwung diskreditiere wirtschaftspolitische Alternativen, insbesondere solche, die tiefgreifendere Einmischungen in den Markt forderten. Gemeint sei meist eine keynesianische Wirtschaftpolitik, Verteilungsfragen zur Begrenzung der Ungleichheit oder die Frage ob in Wirtschaftskrisen gespart oder investiert werden solle.[4]
Selbstverständnis
Ihr eigener Anspruch sei es, als ,,authentische Stimme der deutschen Arbeitgeber“, Meinungsführerin in allen wichtigen sozial- und wirtschaftspolitischen Debatten zu sein. Die BDA stehe für ,,transparente und demokratische Willensbildung“. Diese verleihe ihrer Position ein ,,über Einzelinteressen hinausgehendes Gewicht“. Als ,,verlässliche Partnerin“ in ihrem Netzwerk aus Wirtschaft, Politik, Wissenschaft und Medien möchte sie die Interessen ihrer Mitglieder ,,wirksam vertreten“.[5] Als politischer Interessensverband der Arbeitgeber ist die BDA, aufgrund einer Ausnahmeregelung für Tarifpartner, nicht verpflichtet ihre Lobbying-Aktivitäten im Lobbyregister des deutschen Bundestags offenzulegen, könnte dies aber freiwillig tun.[6] Der ehemalige Richter und Antikorruptions-Experte Tilman Hoppe kritisiert diese Ausnahmeregelung im deutschen Lobbyregistergesetz. Eine Registrierung würde zwar in die Koalitionsfreiheit der Tarifpartner eingreifen, sei aber durch das Demokratieprinzip, im Sinne einer transparenten politischen Willensbildung, durchaus gerechtfertigt. Deutschland gehe in dieser Frage einen Sonderweg. Hoppe stellt fest: ,,Soweit ersichtlich hat auch keine ausländisches Lobbyregistergesetz eine dem deutschen LobbyRG entsprechende Ausnahme“.[7] Unabhängig davon fehlen öffentlich zugängliche Informationen über die Finanzierung des Verbands, da die BDA keine Geschäftsberichte oder ähnliches veröffentlicht. Informationen über Geldflüsse und Rückschlüsse auf mögliche Interessenlagen sind folglich nicht möglich.
Unter der Rubrik ,,Vision“ bekundet die BDA, ihr Ziel sei es für zukünftige Generationen ,,genügend Beschäftigung und Wohlstand“ zu schaffen. ,,Außerdem“ gelte es, die Lebensgrundlagen für künftige Generationen zu bewahren – vor allem durch, ,,Konsolidierung der öffentlichen Finanzen, durch leistungsfähige und finanzierbare Sozialversicherungssysteme und durch sinnvolle Maßnahmen zum Schutz von Umwelt und Natur“.[8] Die BDA werbe für grundlegende Werte wie ,,Freiheit, Verantwortung, Subsidiarität und Solidarität“ als Basis der Sozialen Marktwirtschaft. Diese Werte müssten ,,vor allem in Familie und Schule vermittelt werden“ aber auch in den Unternehmen ,,glaubhaft und dauerhaft vorgelebt werden“. Die von der BDA vertretenen Unternehmen seien sich ihrer Verantwortung für Gesellschaft und Beschäftigte bewusst. Um dieser Verantwortung gerecht werden zu können, müssten die Unternehmen ,,erfolgreich wirtschaften [...], im internationalen Wettbewerb bestehen und Gewinne erzielen“. Gewinne am Markt würden Arbeitsplätze schaffen und zur ,,nachhaltigen Entwicklung des Gemeinwesens“ beitragen. ,,Überreglementierung“ wiederum, würde ,,notwendige Entscheidungsspielräume“ einschränken – auch zum Nachteil von Arbeitnehmer:innen.[9]
Für den Ökonomen und ,Wirtschaftsweisen’ Achim Truger sind die ,,Warnungen und Mahnungen“ der Wirtschaftslobby vor den Risiken der Staatsverschuldung Teil eines seit Jahrzehnten vorgetragenem ,,Strukturreform-Dogmatismus“. Dieser behinhalte im Wesentlichen: ,,[…] Deregulierung, Schwächung von Arbeitnehmerrechten und Gewerkschaften, Kürzungen bei öffentlicher Daseinsvorsorge und vor allem Sozialabbau – und das bei gleichztigen Steuersenkungen für Unternehmen und Wohlhabende.“ Truger hält diese Maßnahmen für ökonomisch höchst fragwürdig. Den Sozialstaat zu einem bloßen Kostenfaktor zu degradieren sei verkürzt und verkenne seine positiven ökonomischen Effekte, um zur ,,gesamtwirtschaftlichen Stabilität“ beizutragen.[10]
Berechnungen des gewerkschaftsnahen Momentum-Institus widerlegen wiederum die These - hohe Investitionsquoten folgten vor allem auf hohe Unternehmensgewinne. In einem langjährigen Abgleich der Gewinn- und Investitionsquoten ab den 1960er jahren zeigen die Ökonom:innen, dass diametral zu den steigenden Unternehmensgewinnen, ab den 1980er-Jahren, die Investitonen privater Unternehmen zu sinken begannen. Sie konstatieren: ,,Von einer weiteren Senkung der Steuern und Abgaben für Unternehmen sei kein Investitionsboom zu erwarten“. Historisch betrachtet würden hohe Investitonsquoten dagegen mit einem hohen Anteil der Löhne am ,,Volkseinkommen“ einhergehen.[11]
Verbindungen/ Netzwerke
Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI)
Der Bundesverband der Deutschen Industrie ist der Spitzenverband der deutschen Industrieverbände. Als Dachverband der mächtigen deutschen Industrie und einer großen Nähe zu Entscheider:innen der BRD übt er großen Einfluss auf die deutsche Politik aus.1 Der ehemalige BDA-Chef Dieter Hundt beschrieb das Kooperationsverhältnis zum BDI als ,,arbeitsteilig und komplementär“. Der BDI vertritt die wirtschaftspolitischen Interessen der Industrie, die BDA die sozial-, arbeits- und tarifpolitischen Interessen der Arbeitgeber. Diese ,Arbeitsteilung’ ist auch institutionell festgehalten, in seiner Satzung grenzt sich der BDI ausdrücklich von der Vertretung ,,sozialpolitischer Belange“ ab.2 Beide Verbände haben sich dazu verpflichtet, ein vom anderen Verband vorgeschlagenes Mitglied seines Präsidiums in das eigene Präsidium aufzunehmen. Damit sind beide Verbände in dem jeweils höchsten Gremium des anderen Verbands vertreten. Bei Querschnittsthemen – z.B. Fachkräftesicherung, Bildung oder Lieferkettenregulierung stimmen sie ihre Postionen ab und treten häufig mit gemeinsamen Stellungnahmen oder Pressemitteilungen auf.[12][13][14]
Fusionsverhandlungen
In der Vergangenheit hat es mehrfach Bestrebungen gegeben die BDA mit dem Bundesverbandes der Industrie (BDI) zu vereinigen, die aber trotz der großen räumlichen sowie ideologischen Nähe bislang stets scheiterten.[15] In einem internen Strategiepapier aus dem Jahr 2015, aus dem das "Manager Magazin" Auszüge zitierte, hieß es dazu, dass die getrennte Aufstellung der zwei Spitzenverbände, in der modernen, vernetzten Wirtschaft "nicht mehr zukunftsfähig" sei. Zudem würde sie den Anforderungen an Lobbying auf EU-Ebene nicht genügen, da sie in den europäischen Institutionen niemand verstünde.[16] Vor allem aber wirke die strikte Arbeitsteilung der beiden Verbände ,,wie aus der Zeit gefallen“, kommentiert das Handelsblatt. Die Trennung von Industrie- auf der einen, und Arbeits- und Sozialpolitik auf der anderen Seite sei eine ,,schräge Unterscheidung“.[17]
Zusammenarbeit in gemeinsamen Ausschüssen
In einer Publikation zur Gremienstruktur erklärt der BDI, seine komplexe Gremienstruktur ermögliche die Abstimmung zwischen ,,Interessen einzelner Branchen, unternehmerischer Praxis und politischer Positionierung des BDI“. An den Sitzungen der insgesamt 17 Ausschüsse können ausschließlich Mitglieder des Verbands teilnehmen. Drei Ausschüsse führt der BDI dabei auch gemeinsam der BDA. Sie dienen der Erarbeitung gemeinsamer Positionen, der Information und des Austauschs, sowie der gegenseitigen Vorstellung der Verbandsaktivitäten. In folgenden Auschüssen arbeiten BDI und BDA unmittelbar zusammen:
Ausschuss Bildung, Berufliche Bildung
Laut dem Gremienbericht des BDI aus dem Jahr 2026 diskutiert und beschließt dieser Ausschuss, die bildungspolitischen Postitionen der deutschen Arbeitgeber und der Industrie. Dazu gebe es ,,Input und Austausch von und mit poltische verantwortlichen Akteuren“ sowie Forschenden aus dem Bereich der Bildung.
Ausschuss für Forschungs-, Innovations- und Technologiepolitik
- AK (Arbeitskreis) DeepTech
- AK europäische Forschungs- und Innovationspolitik
- AK Nationale Forschungs- und Innovationspolitik
Nach eigenen Angaben stehe im Mittelpunkt dieses Ausschussess ,,der kontinuierliche Dialog mit politischen Entscheidungsträgern, sowie die Erarbeitung inhaltlicher Positionen“ zur Beeinflussung politischer Prozesse im Sinne der deutschen Industrie.
Mittelstandsausschuss
- AK Mittelstand
Der Mittelstandsausschuss soll die ,,Stimme des industriellen Mittelstands in Deutschland“ und seine Perspektiven in die wirtschaftspolitische Debatte in Berlin und Brüssel bündeln. Im Ausschuss seien ,,mittelständische und familiengeführte Unternehmen“ vertreten. Ziel des Auschusses sei die Interessen des industriellen Mittelstands möglichst früh in politische Entscheidungsprozesse einzubringen, um die Bedingungen des Standorts zu verbessern. Er fungiere als ,,Übersetzer zwischen politischer Regulierung und betrieblicher Realität“. Weitere Ziele laut Gremienbericht: Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit, Bewertung politischer Initiativen, Abbau struktureller Belastungen (Bürokratie, Regulierung, administrative Pflichten), Bündelung und Abstimmung mittelstandspolitischer Positionen von BDI und BDA, Dialog mit politischen Entscheidungsträger:innen, etc.[18]
Über die Teilnahme von Politiker:innen an den Ausschüssen von BDI und BDA sind öffentlich nur wenige Informationen verüfgbar. Aufgrund einer Anfrage anhand des Informationsfreiheitsgesetzes (IFG) von der Organisation Parlamentwatch e.V. ist die Teilnahme von Ex-Bundesministerin für Bildung und Forschung, Anja Karliczek (FDP), bekannt. Sie nahm als ,,Gastrednerin“ am gemeinsamen Ausschuss für Forschungs- Innovations und Technologiepolitik im Jahr 2018 teil.[19]
Fallbeispiel
Bürokratieabbau
Forderungen nach einer Reduzierung staatlich auferlegter ,,Bürokratiebelastungen“ zählen zu den Kernanliegen von BDA und BDI. Auf der Website des BDI ist das Thema in der Rubrik Mittelstand und Familienunternehmen platziert, zu welchem BDA und BDI in einem gemeinsamen Ausschuss zusammenarbeiten. Beide Verbände fordern umfassende Deregulierungsmaßnahmen, um Unternehmen von der als Hemmnis wahrgenommenen Bürokratie zu entlasten. In der Öffentlichkeit treten beide Verbände dazu mitunter mit stark zugespitzten Botschaften auf. So kommentiert BDI-Präsident Leibinger: Deutschland habe sich ,,ein Gefängnis an Regeln gebaut“, während BDA-Präsident Dulger kommentiert, der Staat sei ,,zu korpulent – er müsse schneller und schlanker werden […] um Deutschland wieder wettbewerbsfähig zu machen“.[20][21]
Auch wenn es klare Überschneidungen in der Argumentationsweise beider Verbände gibt, unterscheiden sie sich gemäß der in den Satzungen vereinbarten ,Arbeitsteilung’ zwischen dem arbeits- und sozialpolitischen Fokus der BDA auf der einen, und der industriepolitischen Perspektive des BDI auf der anderen Seite. In einem Positionspapier aus dem Mai 2025 erklärt die BDA, ,,Regulierung“ sei ,,zur größten Schwäche Deutschlands geworden“. Der Abbau von Bürokratie sei aus Sicht deutscher Unternehmen ,,das drängenste Thema“ um den konjunkturell angeschlagenen Standort international wettbewerbsfähig zu machen. Der Arbeitgeberverband betont dabei vor allem die Kosten für Berichts-, Informations- und Dokumentationspflichten, die in großem Umfang ,,personelle und finanzielle Ressourcen“ binden würden und zur Erfüllung des ,,Kerngeschäfts“ fehlten.[22]
In seiner Agenda ,,EinfachStaat“ aus dem Jahr 2026, erklärt der BDI demgegenüber, der Industriestandort Deutschland sei in Zeiten ,,multipler Krisen“ unter Druck. ,,Strukturelle Probleme“ die u.a. durch ,,Überregulierung von Unternehmen“ entstünden würden ,,unternehmerisches Engagement“ hemmen. Lange Planungs- und Genehmigungsverfahren, sowie Auflagen und Berichtspflichten würden die Kosten für die Industrie in die Höhe treiben und Investitionen verhindern.[23] Der BDI betont, der Bürokratieabbau sei ein ,,Schlüsselthema“ für die deutsche Industrie und hebt seinen klaren klaren industriepolitischen Fokus hervor. Letztlich können die Forderungen aber als komplementär zu jenen des BDA betrachtet werden. Dies unterstreichen beide Verbände indem sie vor allem öffentlich, aber auch im direkten Kontakt mit politischen Entscheidungsträger:innen mit gemeinsamen Erklärungen auftreten. So wenden sich beide Verbände im Kontext des Gesetzgebungsverfahrens zur europäischen Lieferkettenrichtlinie im Verbund mit DIHK (Deutsche Industrie- und Handelskammer) und ZDH (Zentralverband des Deutschen Handwerks), mit einem gemeinsamen Schreiben an den ehemaligen Kanzleramtsminister Wolfgang Schmitt, um eine ,,bürokratiearme und praxitaugliche“ Umsetzung der Richtlinie anzumahnen. ,,Mehr Bürokratie“ aus der EU-Richtlinie würde den Druck auf den Industrie- und Exportstandort Deutschland zusätzlich erhöhen und zu Nachteilen im internationalem Wettbewerb führen.[24]
Im Vorfeld der Bundestagswahl im Frühjahr 2025 veröffentlichten beide Verbände eine gemeinsames Positionspapier in welchem sie einen grundsätzlich anderen Umgang mit Regulierung in Deutschland forderten. Mehr ,,Eigenverantwortung“ für Unternehmen, schnellere Verwaltungsverfahren und ein Verzicht auf neue Vorschriften solle ,,Belastungen“ für Unternehmen verringern.
Kernaspekte des Positionspapiers:
- Vertrauensbasierte Regulierung statt Misstrauen
- Unternehmen als grundsätzlich rechtstreue Akteure anerkennen
- Mehr Freiraum für Eigenverantwortung
- Neue Bürokratie begrenzen und bestehende abbauen
- ,,One in, one out“- Regelung
- keine nationalen Verschärfungen von EU-Recht (kein ,,Gold-Plating“)
- verbindlicher Bürokratieabbau
- Verwaltung digitalisieren und modernisieren
- Planungs- und Genehmigungsverfahren beschleunigen
Was wurde vom Merz-Kabinett umgesetzt? Stand Oktober 2026 stechen folgende Vorhaben hervor, die ,bürokratische Belastungen' vermindern sollen:
- ,,Modernisierungsagenda“
- nach eigenen Angaben: 80 Einzelmaßnahmen, darunter: ,,spürbarer Bürokratieabbau, bessere Rechtsetzung, effiziente Bundesvewaltung
- Regulierung solle nur noch stattfinden, wenn sie nötig sei – Verwaltungsprozesse seien ,,digital, einfach und sicher zu gestalten“[25]
- ,,Vergabebeschleunigungsgesetz“
- Soll ,,mittelstandsfreundlich“ öffentliche Vergabeverfahren weniger bürokratisch und digitaler machen
- ,,Bau-Turbo“
- Soll schnellere Bauvorhaben durch weniger Auflagen ermöglichen
- ,,Berichtsentlastungsgesetz“
- Dreht bisherig Logik um: Statt der Antragssteller müssten nun die Behörden stärker begründen warum sie nicht fristgerecht entscheiden oder einen Antrag ablehnen.
- Vier-Monats-Frist für Genehmigungen
- laut ZDF heute sei die politische Botschaft dahinter: ,,Wenn der Staat zu langsam ist, ist der Staat das Problem, nicht der Investor“[26]
In einer Stellungnahme im Sommer 2026 erkennt der BDI die von der Bundesregierung angestoßenen Entlastungsmaßnahmen an, bewertet den strukturellen Bürokratieabbau jedoch weiterhin als unzureichend. Insbesondere fordert der Verband den tatsächlichen Beschluss des Berichtsentlastungsgesetz, eine konsequente Weiterentwicklung der „One in, one out“-Regel, vertrauensbasierte Regulierung sowie eine stärkere Digitalisierung und Vereinheitlichung von Verwaltungsleistungen.
Bundeskanzler Friedrich Merz kündigte unterdessen auf dem Arbeitgebertag 2026 an, die Berichtspflichten für Unternehmen nahezu vollständig abzuschaffen.
Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU) fiel mit Aussagen auf, die sich den Forderungen von BDI und BDA erheblichen Maß gleichen. In einer Rede im deutschen Bundestag 2025 erklärte sie: Man wolle ,,strukturelle Schwächen“ angehen, dazu zählte sie die ,,lähmende Bürokratie“ und die mangelnde Digialisierung. Unternehmen wolle man wieder vertrauen, Planungs- und Genehmigungsverfahren vereinfachen und das Vergaberecht ,,mittelstandsfreundlich“ beschleunigen. Bürokratie werde abgebaut, auf ,,Berichtspflichten“ wie ,,Gold-Plating“ verzichtet und ,,Ermessenspielräume“ erweitert.[27]
BusinessEurope:
Die BDA ist Mitglied bei BusinessEurope, dem europäischen Arbeitgeber- und Industriedachverband mit Sitz in Brüssel. Businesseurope versteht sich als ,,Stimme der europäischen Wirtschaft“ und tritt auf der Ebene der Europäischen Union mit Forderungen nach ,,Wachstum“ und ,,Wettbewerbsfähigkeit“ auf. Auf seiner Webseite informiert BusinessEurope über das Ziel, in ,,Zusammenarbeit“ mit dem Europäischem Rat, der EU-Kommission und EU-Parlament für ein ,,wirtschaftsfreundliches Umfeld“ einzutreten.[28] BDA-Präsident Rainer Dulger war von 2023 - 2024 Vizepräsident von BusinessEurope.[29]
Organisationsstruktur/Finanzen:
Nach eigene Angaben repräsentiert BusinessEurope die Interessen von 42 nationalen Wirtschaftsverbänden aus insgesamt 36 Ländern. Er verfügt über einen Eintrag im Transparenzregister der Europäischen Union und ist als eigenständige Lobbying-Organisation registriert.
- Vollzeitbeschäftigte Lobbyist:innen: 34 (Stand: Oktober 2026)
- Lobbyingausgaben im Geschäftsjahr 2025: mind. 6 Mio. €
Fallbeispiel: EU-Entgelttransparenzrichtline
Trotz der Mitgliedschaft der BDA bei Businesseurope lobbyieren beide Verbände teilweise zu gleichen Gesetzesvorhaben und ergänzen sich auf der jeweiligen politischen Ebene. Ein anschauliches Beispiel hierfür sind die Anstrengungen beider Organisationen in Bezug auf das EU-Vorhaben zur Implementierung einer einheitlichen Entgelttransparenzrichtlinie (Richtlinie (EU) 2023/970).[30] Mit der Richtlinie hat sich die EU das Ziel gesetzt Arbeitnehmer:innen gleiche Entgelte für gleiche oder gleichwertige Arbeit, unabhängig vom Geschlecht, zuzusichern. Dafür wurden für Unternehmen verpflichtende Transparenzregeln sowie Erklärungs- und Dokumentationspflichten entwickelt.[31] Folgende Maßnahmen sieht die Richtlinie nach ihrer Verabschiedung 2023 vor:
- Arbeitgeber müssen in Stellenausschreibungen Gehaltsspannen nennen
- Beschäftigte erhalten ein Auskunftsrecht über die Gehälter ihrer Kolleginnen und Kollegen
- Unternehmen mit mindestens 100 Beschäftigten müssen regelmäßig Berichte über geschlechtsspezifische Lohnunterschiede erstellen
- Liegt die Lohnlücke bei mehr als fünf Prozent und ist sie nicht objektiv gerechtfertigt, müssen Arbeitgeber:innen Maßnahmen ergreifen, um sie zu verringern[32]
Die Mitgliedsstaaten waren verpflichtet die Richtlinie bis zum 07. Juni 2026 in ein nationales Gesetz umzusetzen. Die deutsche Bundesregierung hat diese Frist verstreichen lassen.[33]
Seit Bekanntgabe der neuen Richtlinie versuchte die BDA die deutsche Öffentlichkeit von der geringen Zweckmäßigkeit des Vorhabens zu überzeugen. Als Reaktion auf den Richtlinienvorschlag der EU-Kommission im Jahr 2021 kommentierte sie in einer Pressemitteilung: die Europäische Kommission sei ,,auf dem Holzweg“ wenn sie glaube mit diesem Vorschlag ,,echte Gleichstellung“ zwischen Männern und Frauen herzustellen. Sie bemängelte die zu erwartenden ,,bürokratischen Lasten“ für Unternehmen und verwies auf ,,tatsächliche[n] Ursachen für den sogenannten Gender Pay Gap“.
Lohnunterschiede zwischen den Geschlechter seien demnach vor allem von unterschiedlichen geschlechterspezifischen Erwerbs- und Karriereaussichten abhängig. Diese müssten unbedingt verbessert werden – etwa durch gute Kinderbetreeung, ,,klischeefreie Berufsorientierung“ sowie einer ,,Förderung von Initiativen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf“.[34] Die BDA argumentierte: ,,Für Arbeitgeber ist gleicher Lohn für Frauen und Männer selbstverständlich“.
Mit Fortschreiten des deutschen Gesetzgebungsverfahrens änderte sich die Position der BDA. Statt grundsätzlicher Kritik forderte sie nun eine möglichst ,,bürokratiearme“ Umsetzung in nationales Recht, während sie die ,,Tarifautonomie der Sozialpartner“ ins Zentrum ihrer Argumentation rückte. Laut BDA hätten sich Tarifverträge in der Vergangenheit hätten bereits vielfach bewährt. Im Ergebnis ,,autonomer Verhandlungen“ würde durch sie eine ,,transparente, diskriminierungsfreie und geschlechtsneutrale Vergütung“ gewährleistet.[35]
Während die BDA vor allem für einen deutschen Kontext öffentlichkeitswirksam auftrat und sich mit konkreten Forderungen an die deutsche Gesetzgebung richtet, arbeitete BusinessEurope parallel dazu auf europäischer Ebene.
In einem ersten Positionspapier zum Richtlinienvorschlag der EU-Kommission zur neuen Entgelttransparenzrichtlinie, unterstreicht BusinessEurope die Verantwortung der Unternehmen in ihrer Rolle als ,,Sozialpartner“ die Lohnlücke zwischen den Geschlechtern zu ,,reduzieren“. Zwar bekundete der Verband keine grundsätzliche Ablehnung der Richtlinie, kritisierte aber dessen Ausgestaltung deutlich. Lohnunterschiede seien auch laut BusinessEurope vor allem auf gesellschaftliche Faktoren, als auf struktureller Diskriminierung am Arbeitsplatz zurückzuführen. Dazu gehörten die geschlechtsspezifische Segregation, unterschiedliche Erwerbs- und Karriereverläufe, Geschlechterstereotype sowie die ungleiche Verteilung von Sorge- und Haushaltsarbeit. Die ,,enormen administrativen Kosten“, seien mit den ,,wahrscheinlich“ kaum zu erwartenden ,,Effekten“ für Arbeitnehmer:innen nicht zu rechtfertigen.
Das Regelungsvorhaben der EU werde folglich den verschiedenen ,,Systemen nationaler Sozial- und Industriepartnerschaften“ nicht gerecht. Die Machtübertragung an Gesetzgeber und Gerichte würde das System der Tarifverhandlungen unterlaufen. Die Aushandlungen zwischen Arbeitnehmern und Arbeitgebern würden Aspekte der Geschlechtsneutralität dabei bereits berücksichtigen. Grundsätzlich seien die Vorgaben der Kommssion ,,übermäßig detailliert“ und ließen den Mitgliedstaaten kaum Möglichkeiten, um diese auf ihre nationalen Gegebenheiten flexibel anzupassen.[36]
SCHULEWIRTSCHAFT Deutschland
Schulewirtschaft ist das Netzwerk für ,,partnerschaftliche Zusammenarbeit von Schule und Wirtschaft“. Sie wird auf Bundesebene von der BDA und vom Institut der deutschen Wirtschaft (IW) getragen. Auf Landesebene geschieht dies durch die Dachverbände und Bildungswerke der Arbeitgeber in Partnerschaft mit Ministerien. Den Angaben auf der eigenen Website zufolge ermöglicht Schulewirtschaft Praxiserfahrungen für den Nachwuchs, gebe Impulse für die Berufsorientierung, gestalte die Bildungslandschaft und mache wirtschaftliche Zusammenhänge in der Praxis erlebbar.[37] Zentral für Schulewirtschaft ist im Besonderen die ökonomische Bildung. Ziel sei es, dass Jugendliche lernen ,,mündig“ und mit ,,Sachkenntnis“ entscheiden und handeln. Schließlich würden diese als Bürger:innen auch über wirtschafts- und sozialpolitische Rahmenbedingungen abstimmen. Dafür brauche es ,,fundiertes Fachwissen“ über ökonomische und gesellschaftliche Zusammenhänge.[38] Besonders hebt Schulewirtschaft die Verankerung eines eigenständigen Fachs Wirtschaft im Lehrplan einiger Bundesländer hervor. Für das Schulfach Wirtschaft sei parallel dazu aber auch eine fächerübergeifende ökonomische Bildung durch Wirtschaftsdidaktik für die I und II Sekundarstufe gefragt.[39]
Genau dieses Interesse kritisiert der Soziologie- und Didaktik-Professor Reinhold Hedtke in einem Artikel der Süddeutschen Zeitung. Für Hedkte würde ein Einheitsfach Wirtschaft vor allem Lobbyinteressen von ,,Wirtschafts- und Unternehmerverbänden, ihrer Think Tanks und Stiftungen“ vermitteln. Besonders fragwürdig sei dabei, dass Wirtschaftsverbände noch mehr Zeit für die Aneignung ökonomischen Wissens forderten als dies für die Aneignung von Wissen anderer Fächer überhaupt möglich sei. Unterricht und Schule hätten bereits eine beispiellose Ökonomisierung erlebt, die eine einseitige ökonomistische Sichtweise (Effizienz, Kosten-Nutzen-Annahmen, Wettbewerb, Gewinnstreben) vorangetrieben hätte. Wissen über Politik, Demokratie und der Komplexität von Gesellschaften bleibe demgegenüber an Schulen häufig unsichtbar. Dort wo Wirtschaft, Gesellschaft und Politik über ,,kleine Schubladenfächer“ entkontextualisiert werde, würde ,,kritische Reflexion“ über Wirtschaft [...] aus dem Unterricht vertrieben“.[40]
Basierend auf den Angaben der eigenen Website im Jahr 2026 erreicht SCHULEWIRTSCHAFT über die jährlich 4000 Veanstaltungen der fast 400 regionalen Netzwerke und Arbeitskreise in allen deutschen Bundesländern 135000 Teilnehmende.[41]
Ex-BDA-Hauptgeschäftsführungsmitglied Christina Ramb kommentiert auf der Website von Schulewirtschaft - ihr gefalle die nachhaltige Kooperation zwischen Unternehmen und Schulen. Schulewirtschaft sei ein wichtiger Teil zur Lösung des Fachkräftemangels. Außerdem stünden Unternehmen wie Schulen vor ähnlichen ,,Herausforderungen“. Über Fragen wie Personalführung und Weiterentwicklung gelinge, aber auch zur ,,überbordenden Bürokratie“, könne man sich gut austauschen.[42]
Wettbewerb Starke Schule
Mit dem Wettbewerb Starke Schule zeichneten die Hertie-Stiftung, die BDA, die Bundesagentur für Arbeit und die Deutsche Bank Stiftung alle zwei Jahre Schulen aus, die ihre Schüler:innen besonders gut auf die Berufswelt vorbereiteten. Das Programm endete 2018.[43]
Auch der Wettbewerb Starke Schule kann als Versuch der Ausrichtung des modernen Bildungssystems auf wirtschaftliche Bedürfnisse der Industrie und anderer Unternehmen verstanden werden. Das kritisiert der Pädagoge Jochen Krautz in einem Interview in der Wirtschaftswoche. Zwar sei nicht zu kritisieren, dass Bildung zur Berufsfähigkeit junger Menschen beitrage, Kautz stellt aber die ,,Ökonomisierung der Bildung“ in Frage. Junge Menschen würden ,,wie Maschinen“ betrachtet, die Investitionsgüter seien und deren Bildung in Zukunft Kapital abwerfen solle. Es sei deshalb wichtig, die allgemeine von der spezifischen Bildung zu trennen und den Wert der allgemeinen Bildung gegenüber der spezifischen Bildung als höherwertig anzusehen. Dies sei maßgeblich, damit Bildung zu mündigen Bürger:innen hervorbringen könne, die zur demokratischen Selbstbestimmung fähig seien.[44]
Lobbyismus auf EU-Ebene
Laut Angaben aus dem Transparenzregister der EU, gab die BDA im Jahr 2025 1.750.000 € - 1.999.999 € für die Lobbyarbeit auf EU-Ebene aus. Insgesamt zwölf Personen arbeiteten im Auftrag der politischen Interessenvertretugn der BDA auf der Ebene der EU. Das Programm endete 2018.[45]
Fallstudien und Kritik
2020-2022: Widerstand gegen unternehmerische Sorgfaltspflichten in Lieferketten
Die BDA bemühte sich durch Lobbyarbeit darum, ein Lieferkettengesetz auf deutscher und europäischer Ebene zu verhindern. Lieferkettengesetze sollen Unternehmen dazu verpflichten, ihren Sorgfaltspflichten in der globalen Produktion nachzukommen. Dazu gehört insbesondere die Einhaltung der Menschenrechte und Umweltstandards.[46]
- Deutsches Lieferkettengesetz
Das deutsche Lieferkettengesetz sollte es Betroffenen ursprünglich ermöglichen, vor deutschen Zivilgerichten Schadensersatz einzufordern, wenn Unternehmen durch Verstöße gegen ihre Sorgfaltspflichten in ihren Aktivitäten oder Geschäftsbeziehungen vorhersehbare und vermeidbare Schäden mitverursachen.[47] Die BDA versuchte u.a. die angedachte zivilrechtliche Haftung für Unternehmen zu verwässern.[48] Derartige Forderungen kritisierten zivilgesellschaftliche Akteure als „irreführend“.[49] So konstatierte Johanna Kusch von der Initiative Lieferkettengesetz, dass Unternehmen mit ihrer Argumentation den Eindruck erweckten „dass man [sie] für Vorgänge verantwortlich machen will, auf die sie keinerlei Einfluss haben“ dies sei nach Auffassung der Initiative falsch: „Sie sollen lediglich ihre eigenen Sorgfaltspflichten einhalten – und das ist zweifelsfrei möglich.“ Ein Lieferkettengesetz ohne Haftung sei „wirkungslos“.[49]
Der Bericht der zivilgesellschaftlichen Organisationen Misereor, Brot für die Welt und dem Global Policy Forum[50] zeigt detailliert, dass die BDA „massiven Einfluss“ auf den deutschen Gesetzgebungsprozess ausgeübt hatte. So verschaffte sich dieser Gehör in höchsten Regierungskreisen: Zum Thema des Lieferkettengesetzes fand ein Telefonat zwischen dem damaligen Wirtschaftsminister Peter Altmaier und dem Präsidenten und dem Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) (16. Dezember 2020) statt, sowie ein weiteres gemeinsames Telefonat (12. Februar 2021) zwischen Altmaier und einer Delegation aus Wirtschaftsvertretern, an dem auch der BDA teilnahm. Auch zwischen der Bundeskanzlerin a.D. Angela Merkel und Vertretern der BDA habe es einen persönlichen Austausch zum Lieferkettengesetz gegeben: am 31. August mit dem damaligen BDA-Präsidenten Ingo Kramer und am 12. Januar 2021 mit seinem Nachfolger Rainer Dulger. Darüber hinaus soll es zudem eine Korrespondenz zwischen dem damaligen Kanzleramtsminister Helge Braun und dem Hauptgeschäftsführer der BDA, Steffen Kampeter zum selben Thema gegeben haben.
Der BDA-Hauptgeschäftsführer Kampeter war häufig an den Gesprächen mit Merkel und Altmaier beteiligt. Kampeter war vor seinem Wechsel zur BDA von 2009 bis 2015 parlamentarischer Staatssekretär im Bundesministerium für Finanzen (BMF) und verfügte daher über gute Kontakte in die damalige Bundesregierung (Seitenwechsel-Link). [50]Laut einem Follow-Up Bericht derselben zivilgesellschaftlichen Organisationen erhielten Gesprächsanfragen zivilgesellschaftlicher Initiativen hingegen zumeist Absagen oder wurden auf niedrigeren Arbeitsebenen bearbeitet.[46]
Darüber hinaus hatte es deutliche inhaltliche Überschneidungen zwischen den Positionen des Wirtschaftsflügels der Union und der BDA gegeben. So hatte der Seitenwechsler und CSU-Politiker Hans Michelbach, der 2001 Vize-Präsident der BDA war, am 13. März 2021 von der Bundesregierung gefordert, ein Lieferkettengesetz „ersatzlos“ zu streichen.[51] Ein Artikel von Lobby Control (2021) über die engen Verbindungen zwischen Unternehmerverbänden und CDU/CSU findet sich hier.
Nach Aussagen der Initiative Lieferkettengesetz hatte die Lobbyarbeit der BDA letztlich Erfolg: Anders als zunächst von Bundesarbeitsminister Heil (SPD) und Bundesentwicklungsminister Müller (CSU) vorgesehen, galt das finale Gesetz durch das Intervenieren des Wirtschaftsministeriums für weniger Unternehmen und schränkte die Sorgfaltspflichten stark ein.[52]
Darüber hinaus versuchte die Vereinigung nach der Verkündung des Gesetzes, seine konkrete Umsetzung zu beeinflussen. In einer gemeinsamen Pressemitteilung (September 2022) der BDA mit dem BDI, dem HDE und dem DIHK forderten Deutschlands größte Wirtschaftsverbände, aufgrund der durch den Angriffskriegs Russlands auf die Ukraine gestiegenen Energiepreise, ein Belastungsmoratorium für die deutsche Wirtschaft. Teil dieser Forderung war, dass das Inkrafttreten des Lieferkettengesetzes aufgeschoben werden sollte.[48] Dasselbe Narrativ wurde bereits während des Beginns der COVID-19 Pandemie von den Wirtschaftsverbänden verwendet. Führende Ökonomen widersprachen dem schon damals.[50] Der Wirtschaftsweise Achim Truger bemerkte, dass „eventuelle nachteilige Effekte so klein sein [würden], dass sie quantitativ im statistischen Rauschen untergehen.“ [53]
- Europäisches Lieferkettengesetz
Auch beim europäischen Gesetzesvorhaben versuchte die Vereinigung eine umfassende Regelung zu verhindern.
Wie das Recherchenetzwerk Correctiv[54] berichtet, adressierte die BDA die „Erwartungen der deutschen Wirtschaft“ an ein europäisches Lieferkettengesetz in einer E-Mail vom 30. April 2021 an das Justiz-Ressort der Europäischen Kommission. In einem beigefügten Non-Paper stellte die BDA die Forderungen auf, dass ein europäisches Gesetz „machbar“ und „angemessen“ sein müsse. Die Vereinigung verwies darauf, dass „Die Pflicht, für Menschenrechte zu sorgen, [...] in die Zuständigkeit von staatlichen Autoritäten [falle] und [...] nicht einfach an Unternehmen outgesourced werden [könne]“.
Ebenso wie auf nationaler Ebene, lehnte die BDA auf europäischer Ebene eine zivilrechtliche Haftung und die Kontrolle von Sorgfaltspflichten, die über das erste Glied der Lieferkette – also den direkten Zulieferer – hinausgehen, ab. Die Vereinigung betonte, „dass ein Abschneiden der globalen Lieferketten, also Ent-Globalisierung, die heimliche Agenda der Fürsprecher [des Gesetzes] ist.“
Darüber hinaus hatte es im Vorfeld des Gesetzesvorschlages der europäischen Kommission zwei virtuelle Treffen zwischen der BDA und Vertreter:innen des zuständigen Ressorts von EU-Justizkommissar Didier Reynders, der DGJUST, gegeben. [54] Dem Bericht „Inside Job“[55] von Corporate Europe Observatory (CEO) zufolge, hatte die DGJUST zwar das Ziel verfolgt, den Einfluss von Lobbyisten auf das Gesetz zu begrenzen, jedoch blieb dieser Widerstand laut dem Bericht nicht lange erfolgreich: Nachdem das wirtschaftsnahe Regulatory Scrutiny Board[56] Gesetzesvorschläge der DGJUST zurückgewiesen hatte, wurde der für den Binnenmarkt zuständige Kommissar Thierry Breton als Mitverantwortlicher in die Gesetzesausgestaltung geholt. Dieser sei laut dem CEO Bericht eine „zutiefst umstrittene Personalie“, die aus der Wirtschaft in die Kommission wechselte und dort eine unternehmensnahe Politik verfolge. Bei einem Treffen mit Bretons DG GROW (Generaldirektion Binnenmarkt, Industrie, Unternehmertum und KMU) der europäischen Kommission, hatte sich die BDA u.a. für eine Lockerung der geplanten Regularien eingesetzt: Insbesondere die Größe der miteinzubeziehenden Unternehmen, die Regeln für Unternehmensleitungen und –vorstände und die zivilrechtliche Haftung von Unternehmenschefs wurden dabei thematisiert. [55]
Die Bemühungen der Wirtschaftslobby konnten letztendlich Teilerfolge erzielen. Nach einer Analyse der Initiative Lieferkettengesetz des Kommissionsvorschlags (Stand 2022) habe das Gesetz z.B. die zivilrechtliche Haftung beibehalten, enthielte aber dennoch „Schwachstellen und Schlupflöcher“, z.B. in der Art der vom Gesetz abgedeckten Geschäftsbeziehungen.[57] Im weiteren Prozess musste das Gesetz noch Zustimmung vom europäischen Parlament und dem Rat der Europäischen Union erhalten. Hier wandte sich die BDA in einem persönlichen Treffen an den Schattenberichterstatter Axel Voss (30/03/2022). [58] Der CDU-Politiker war zu diesem Zeitpunkt Mitglied der Mittelstands- und Wirtschaftsvereinigung der CDU/CSU, die auch beim deutschen Gesetz starken Widerstand signalisiert hatten.[59]
Interne Dokumente, die dem ZDF-Medium Monitor vorliegen, zeigen, dass auch die Scholz-Regierung auf EU-Ebene für die Interessen bestimmter Arbeitgeber- und Industrieverbände eintrat. So forderte die Bundesregierung im Einklang mit den Forderungen der BDA eine „Safe Harbour“ Klausel einzuführen. Dabei geht es um Haftungserleichterungen für die Unternehmen. Durch Gutachten von externen Prüfern könnten sie so ihre Produktionsprozesse als vermeintlich einwandfrei zertifizieren lassen. Diese Praxis würde es den Opfern deutlich erschweren den Unternehmen Fehlverhalten nachzuweisen (mehr zur Kritik an Safe-Harbour Klauseln findet sich hier)[60]
2015: Ablehnung der Finanztransaktionssteuer
Der BDA, zusammen mit weiteren führenden Wirtschaftsverbände Deutschlands, hat die europäischen Finanzminister in einer gemeinsamen Pressemitteilung aufgefordert, das Projekt zur Einführung einer Finanztransaktionssteuer aufzugeben.[61]
Seitenwechsel
=Christina Lamb
- 2000 - 2001: Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Bundestagsbüro von Ilse Aigner MdB, Berlin
- 2001 – 2002: Pressesprecherin der CDU-Fraktion im Abgeordnetenhaus Berliner
- 2002 – 2018: Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) in verschiedenen Funktionen, u. a. Leiterin der Abteilung Arbeitsmarkt (2012-2018), Leiterin der Abteilung Planung, Koordination, Grundsatzfragen (2005-2012) und Leiterin des Büros des Präsidenten und des Hauptgeschäftsführers (2004-2007)
- 2018 - 2020: Leiterin der Abteilung Arbeit und Qualifizierung im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes Nordrhein-Westfalen (MAGS)
- 2020 – 2026: Mitglied der Hauptgeschäftsführung der BDA
Organisationsstruktur und Personal
Mitgliedsverbände
Mitglieder der BDA sind die 52 Bundesfachspitzenverbände und die 14 Landesvereinigungen der Arbeitgeber.
Hauptgeschäftsführung
| Steffen Kampeter (Hauptgeschäftsführer) seit 07/2016 |
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| Peter Clever |
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| Alexander Gunkel |
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(Stand: August 2016) Quelle: [62]
Präsidium
| Ingo Kramer | Präsident |
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| Josef Beutelmann | Vizepräsident |
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| Gerhard F. Braun | Vizepräsident |
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| Rainer Dulger | Vizepräsident |
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| Otto Kentzler | Vizepräsident |
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| Arndt G. Kirchhoff | Vizepräsident |
|
| Randolf Rodenstock | Vizepräsident |
|
| Elke Strathmann | Vizepräsident |
|
| Margret Suckale | Vizepräsident |
|
| Reinhard Göhner |
| |
| Rüdiger Grube |
| |
| Arend Oetker |
| |
|
Weitere Mitglieder: | ||
| Klaus Murmann | Ehrenpräsident |
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| Dieter Hundt | Ehrenpräsident |
|
(Stand: November 2013) Quelle: [63]
- Es existiert ein "gemeinsames Präsidium" von BDA und BDI. Durch gemeinsames Auftreten national und auf EU-Ebene wollen sie "die Schlagkraft" ihrer Interessenvertretung stärken.[64]
Vorstand
Der Vorstand der BDA besteht aus 79 Personen. Er überschneidet sich teilweise mit den Mitgliedern des Präsidiums.
| Auswahl an Mitgliedern | |
|---|---|
| Thomas Bauer |
|
| Marie-Luise Dött |
|
| Rainer Dulger |
|
| Ernst Fischer |
|
| Alfred Gaffal |
|
| Rüdiger Grube |
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| Otto Kentzler |
|
| Arndt G. Kirchhoff |
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| Ingo Kramer |
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| Peter Kurth | |
| Kurt J. Lauk |
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| Arend Oetker |
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| Walther Otremba |
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| Randolf Rodenstock |
|
(Stand: November 2013) Quelle: [65]
Finanzen
Laut den eigenen Angaben, die im Transparenzregister der EU stehen, gab der BDA im Jahr 2015 1.5 - 1.75 Millionen Euro für die Lobbyarbeit auf EU-Ebene aus. Fünf Mitarbeiter hatten einen Zugang zum Europäischen Parlament.[66]
Kurzdarstellung und Geschichte
Die BDA bezeichnet sich als die sozialpolitische Spitzenorganisation der gesamten deutschen Privatwirtschaft, die die Interessen kleiner, mittelständischer und großer Unternehmen aus allen Branchen in allen Fragen der Sozial- und Tarifpolitik, des Arbeitsrechts, der Arbeitsmarkt- und Gesellschaftspolitik sowie der Bildung vertritt.[67] Der Verband beruft sich auf eine Reihe von Vorläuferorganisationen, die älteste wurde bereits 1869 gegründet.[68] Über ihre Mitgliedsverbände und die über sie organisierten Betriebe setzt sie sich für die unternehmerischen Interessen im politischen Willensbildungsprozess ein - gegenüber Legislative und Exekutive, gegenüber Gewerkschaften, gesellschaftlichen Gruppen und in der Öffentlichkeit.
Es gab schon mehrfach Bestrebungen, den Verband mit dem Bundesverbandes der Industrie (BDI) zu vereinigen, die aber trotz der großen räumlichen sowie ideologischen Nähe bislang immer scheiterten.[69] In einem internen Strategiepapier aus dem Jahr 2015, aus dem das "Manager Magazin" Auszüge zitierte, hieß es dazu, dass die getrennte Aufstellung der zwei Spitzenverbände BDA und BDI "nicht mehr zukunftsfähig" sei und den Anforderungen an Lobbying auf EU-Ebene nicht genüge, da sie in den europäischen Institutionen niemand verstünde.[70]
Aktuelle Informationen aus der Welt des Lobbyismus

Einzelnachweise
- ↑ BDA, arbeitgeber.de abgerufen am 29.10.2026
- ↑ BDA Organisation arbeitgeber.de abgerufen am 29.10.2026
- ↑ BDA Mission arbeitgeber.de abgerufen am 29.10.2026
- ↑ bpb Soziale Martkwirtschaft bpb.de abgerufen am 29.10.2026
- ↑ BDA Leitbild arbeitgeber.de abgerufen am 29.10.2026
- ↑ Deutschlandfunk deutschlandfunk.de abgerufen am 29.10.2026
- ↑ Tilman Hoppe tilman-hoppe.de abgerufen am 29.10.2026
- ↑ BDA Vision arbeitgeber.de abgerufen am 29.10.2026
- ↑ BDA Vision arbeitgeber.de abgerufen am 29.10.2026
- ↑ surplusmagazin surplusmagazin.de abgerufen am 29.10.2026
- ↑ makroskop makroskop.eu abgerufen am 29.10.2026
- ↑ lobbypedia lobbypedia.de abgerufen am 29.10.2026
- ↑ bdi bdi.eu abgerufen am 30.10.2026
- ↑ arbeitgeber.de Satzung arbeitgeber.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ dihk dihk.de meldungen abgerufen am 15.10.2026
- ↑ arbeitgeber.de Hauptgeschäftsführung arbeitgeber.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ handelsblatt handelsblatt.com abgerufen am 30.10.2026
- ↑ bdi gremienstruktur bdi.eu abgerufen am 30.10.2026
- ↑ fragdenstaat fragdenstaat.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ arbeitgeber reformen arbeitgeber.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ deutschlandfunk.de deutschlandfunk.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ arbeitgeber.de regulierung arbeitgeber.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ bdi.eu Agenda Einfachstaat bdi.eu abgerufen am 30.10.2026
- ↑ [1] lobbyregister.bundestag.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ bundesregierung bundesregierung.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ zdfheute zdfheute.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ bundesregierung reiche bundesregierung.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ businesseurope businesseurope.eu abgerufen am 30.10.2026
- ↑ arbeitgeber.de dulger arbeitgeber.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ lobbyfacts lobbyfacts.eu abgerufen am 30.10.2026
- ↑ compensationcenter.kienbaum. compensationcenter.kienbaum.com abgerufen am 30.10.2026
- ↑ t-online t-online.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ ihk ihk.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ ihk ihk.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ arbeitgeber eu-kommission arbeitgeber.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ bmbfsfj bmbfsfj.bund.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ [2] schulewirtschaft.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ schulewirtschaft schulewirtschaft.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ Schulewirtschaft Ökonomische Bildung schulewirtschaft.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ Süddeutsche Zeitung sueddeutsche.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ Schulewirtschaft Netzwerke schulewirtschaft.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ schulewirtschaft ueber uns schulewirtschaft.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ deutsches-schulportal deutsches-schulportal.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ WirtschaftsWoche wiwo.de abgerufen am 30.10.2026
- ↑ EU-Transparenzregister transparency-register.europa.eu abgerufen am 30.10.2026
- ↑ 46,0 46,1 Armin Paasch & Karolin Seitz: Deutsche Wirtschaftslobby gegen wirksames EU-Lieferkettengesetz, Global Policy Forum & Miseroeor, February 2022. globalpolicy.org, abgerufen am 07.11.2022
- ↑ BMZ, Faire globale Liefer- und Wertschöpfungsketten, bmz.de, abgerufen am 22.09.20.
- ↑ 48,0 48,1 Gemeinsame Pressemitteilung von BDI, BDA und DIHK anlässlich der Diskussion um ein nationales Lieferkettengesetz bdi.eu vom 03.09.2020, abgerufen am 23.11.2022
- ↑ 49,0 49,1 Faktencheck: Initiative Lieferkettengesetz widerlegt irreführende Behauptungen von Wirtschaftsverbänden zur Unternehmenshaftung – Lieferkettengesetz ohne Haftung wirkungslos lieferkettengesetz.de vom 02.09.2020, abgerufen am 07.11.2022
- ↑ 50,0 50,1 50,2 Lieferkettengesetz: Aufstand der Lobbyisten misereor.de, April 2021, abgerufen am 07.11.2022
- ↑ CSU-Finanzexperte - "Nadelstiche" gegen Firmen wegen Corona beenden reuters.com vom 13.03.2020, abgerufen am 23.11.2022
- ↑ Pressestatement vom 11.06.2021 lieferkettengesetz.de, abgerufen am 23.11.2022
- ↑ Ökonom zu Lieferkettengesetz: „Das ist eine Frage des Anstands“ taz.de vom 17.09.2020, abgerufen am 23.11.2022
- ↑ 54,0 54,1 Lieferketten: Unternehmen wollen nicht für Ausbeutung haften correctiv.org vom 22.02.2022
- ↑ 55,0 55,1 Inside Job: Wie die Wirtschaftslobby die internen Verfahren der Kommission ausnutzt, um sich ihrer Verantwortung für Menschenrechte und Umweltschutz zu entziehencorporateeurope.org vom 08.06.2022, abgerufen am 23.11.2022
- ↑ Die Europaabgeordneten Lara Wolters, Heidi Hautala, Manon Aubry und Pascal Durand stellten fest: „Aus den offengelegten Dokumenten geht hervor, dass der Ausschuss [RSB] einer hartnäckigen und scheinbar koordinierten Lobbyarbeit ausgesetzt war, bei der fadenscheinige Behauptungen aufgestellt wurden, dass Elemente der Folgenabschätzung der Kommission gegen die Grundsätze der Verhältnismäßigkeit verstießen“. von business & human rights resource center business-humanrights.org vom 15.12.2021, abgerufen am 22.11.2022
- ↑ Nachhaltige unternehmerische Sorgfaltspflicht: Stellungnahme zum Vorschlag der EU-Kommission lieferkettengesetz.de vom April 2022, abgerufen am 13.11.2022
- ↑ Transparency europa.eu, n.D., abgerufen am 23.11.2022
- ↑ MIT gegen Lieferkettengesetz der Bundesregierung mit-bund.de vom 22.09.2020, abgerufen am 23.11.2022
- ↑ EU-Lieferkettengesetz: Bundesregierung contra Menschenrechte? wdr.de vom 27.10.2022, abgerufen am 23.11.2022
- ↑ Verbände: Finanztransaktionssteuer stoppen! Pressemitteilung der DIHK vom 08.12.2015, abgerufen am 18.12.2015
- ↑ Die Hauptgeschäftsführung der BDA Webseite BDA, abgerufem am 09.08.2016
- ↑ Das Präsidium der BDA Webseite BDA, abgerufen am 21.11.2013
- ↑ BDA und BDI bekommen gemeinsames Präsidium DIE WELT vom 03.11.2006, abgerufen am 26.11.2013
- ↑ Der Vorstand der BDA Webseite BDA, abgerufen am 21.11.2013
- ↑ Profil: Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände e.V., Transparenzregister der EU, Eintrag vom 14.7.2016, zuletzt aufgerufen am 28.6.2016
- ↑ 60 Jahre BDA 60 Jahre Stimme der Deutschen Wirtschaft, Website der BDA, abgerufen am 21. Oktober 2012
- ↑ Daten zur Geschichte der BDA und der deutschen Arbeitgeberverbände, Chronik auf der Webseite des BDA, zuletzt aufgerufen am 28.8.2016
- ↑ Fusion der Spitzenverbände: BDI und BDA Angst vor der eigenen Courage, Der Tagesspiegel, 28. August 2016, zuletzt aufgerufen am 28.8.2016
- ↑ "Nicht zukunftsfähig". BDI - Eine Fusion mit der BDA scheitert, Geschäftsführer Kerber ist auf dem Absprung.", Manager Magazin, Ausgabe vom September 2016, Seite 8
